Verlegung mit JUNCKERS-Bügelsystem

Unterboden auf Maßtoleranzen überprüfen. Bis zu 2 mm auf 1,50 m. Länge sind zulässig. Erst nach der Einbringung einer 0,2 mm Polyäthylenfolie auf den Untergrund als Dampfbremse, kann mit der eigentlichen Verlegung begonnen werden.
Auf alle Hart-Unterböden muß eine Trittschallfolie eingebracht werden (diese könnte bspw. unsere PARDIO-
Universol Akkustikmatte, 3 mm sein) 22 mm JUNCKERS-Massivparkett kann aber auch direkt auf Hartschaumplatten
oder Weichfaserdämmplatten verlegt werden.
Nun kommt der JUNCKERS Kombibügel 1-Loch oder 2-Loch zum Einsatz. Es wird jeweils die Seite mit der Lochmarkierung in die unterseitige Bügelnut eingeschlagen. 
Den Raum ausmessen, Verlegerichtung festlegen: Die Dielen immer in Längsrichtung des Raumes verlegen. 
Die erste Dielenreihe bei unebenen Wänden, oder wenn die letzte Dielenreihe zu schmal wird,
durch Zuschneiden anpassen. Danach werden zuerst die Bügel in die unterseitige Bügelnut eingeklopft und
mit der Nutseite zur Wand verlegt.
Zu allen aus dem Unterboden herausragenden Bauteilen, Rohrleitungen, Türzargen, Fliesen etc. muß ein Dehnungsabstand eingehalten werden.
Bei der ersten Dielenreihe werden die Bügel im Abstand von 40 cm, bei allen folgenden Reihen mit max. 70 cm, 
im gewerblichen Bereich mit max. 50 cm Abstand eingeschlagen. Der erste, sowie der letzte Bügel einer jeden
Reihe wird mit ca. 8 cm Abstand von der Wand montiert. Durch das Einbringen von Klötzen und Keilen wird die Einhaltung des Dehnungsabstandes gesichert.
Die Dielen sind im unregelmäßigen Verband zu verlegen, d. h. mit dem Reststück der Dielenreihe wird die nachfolgende Reihe begonnen. Alle Dielen-Hirnstöße werden
mit PVAc-Leim verleimt. Der Leim wird mit der Spritzflasche in die Nut eingebracht. Die Längsseiten der Dielen dürfen nie verleimt werden. Nach Entfernung der Klötze
wird nur in den Dehnungsabstand zwischen Wand und Dielen Hirnstoß JUNCKERS-Fugenband eingebracht (bitte nicht mit Gewalt einpressen).
Die Dielen werden mittels Schlagklotz und Hammer zusammengefügt (Klotz immer vor die Feder, nicht auf die Oberwange legen). Mit ausgewogenen Schlägen arbeiten,
damit weder die Feder noch die Dielenkanten beschädigt werden. Durch das Niederdrücken der Diele greift der Bügel in die unterseitige Bügelnut.
Das Fugenband dient zur Sicherung der verleimten Dielen-Hirnstöße. Um einen Kontakt der Bügel miteinander zu vermeiden, sind diese jeweils an der nächsten Dielenreihe
im Versatz von ca. 50 mm anzuordnen. Beim unregelmäßigen Verband, sollen die Dielen-Hirnstöße von Dielenreihe zu Dielenreihe weit auseinanderliegen.
Der Mindestabstand beträgt 250 mm, bzw. 450 mm im mittleren bis stark beanspruchten Bereich, wobei kein gleichmäßiger „Treppenversatz“ entstehen soll.
Nach der 3. – 4. Dielenreihe kann die Verlegung von der verlegten Fläche aus weitergehen, d. h. man kann sich zum Weiterarbeiten auf die bereits verlegten Dielen stellen.
Bei jeder neuen Dielenreihe darauf achten, daß die Stab-Hirnstöße um mindestens 80 mm versetzt liegen, evtl. Diele zurückschneiden. Bei Heizungsrohren ist dem
Rohrdurchmesser entsprechend ein Loch in die Diele zu schneiden – Lochdurchmesser: Rohrdurchmesser + erforderliche Dehnfuge. Danach die Diele keilförmig bis zur Bohrung einschneiden.
Nach der Verlegung der Diele das herausgeschnittene Stück Holz mit Holzleim wieder einsetzen, überschüssigen Leim sofort mit einem feuchten Tuch entfernen.
Die letzten Dielenreihen vermessen – den Dehnungsabstand zur Wand dabei berücksichtigen und paßgenau zuschneiden.
Die letzte Dielenreihe wird mit der vorletzten Dielenreihe auf voller Länge verleimt, da die Bügel für die angepaßten Dielen sehr wahrscheinlich zu lang sind.
Das ist die einzige Ausnahme der Vorschrift, daß niemals die Längsseiten verleimt werden dürfen.
Die letzte Dielenreihe mittels Zug- oder Druckeisen zusammenfügen und kurzzeitig verkeilen. Nach Abbinden des Leims ringsherum alle Keile entfernen.
Die Dehnungsabstände an der Wand werden mit Sockelleisten, die an der Wand (niemals am Boden!) befestigt werden, abgedeckt. Im Türbereich werden Rampen oder Übergangsschienen eingesetzt.
Für die Erstpflege, bzw. die laufende Reinigung beachten sie bitte die ausführlichen JUNCKERS Reinigungs- und Pflegeanleitungen.
 
© 2012 Pardio Parkett Studio