| Parkett auf Fußbodenheizung |
Sonderanforderungen bei der Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizungen:
Auswahl des Parketts: Fußböden von KÄHRS sind mit Woodloc®-Verriegelung ausgestattet. Dadurch wird das Risiko der Fugenbildung verminder. Wo der Fußboden freitragend sein soll, sind 21-mm-Dielen zu verwenden. KÄHRS-Parquet und KÄHRS-Linnea auf Fußbodenheizung: Fachzeitschriften, Verarbeiter und manche Herstellern empfehlen, Fertigparkett auf Heizestrichen vollflächig zu verkleben. Das geht mit KährsParquet selbstverständlich auch, ist aber nicht erforderlich, weil die schwimmende Verlegung für KährsParquet auch zugelassen ist. Dies mag für andere angebotene Fertigparkettprodukte nicht zutreffen. Mit KährsParquet 15 mm und Linnea 7 mm sind jegliche Befürchtungen bei schwimmender Verlegung auf Heizestrich unbegründet. Kährs-Böden zeigen weder Aufwerfungen, noch Höhendifferenzen und auch keine Fugen, wenn die erforderlichen Voraussetzungen und Vorschriften aus unserem Merkblatt vor der Verlegung berücksichtigt werden. Dies gilt uneingeschränkt für alle Holzarten auch für Ahorn und Buche! Es ist logisch , dass der Wärmedurchlasswiderstand einer vollflächig verklebten Parkettfläche niedriger ist als bei der schwimmend verlegten Version. Wir haben für die schwimmende Verlegung auf Heizestrich den Nachweis, dass der Wärmedurchlasswiderstand in Verbindung mit der 2 mm dicken Kährs-Dämmunterlage lediglich 0,16 qm K/W beträgt. Festgestellt am Fraunhofer Institut in Stuttgart laut Prüfzeugnis IWP-1-199/1990. Kährs Linnea Furnierparkett haben wir nicht geprüft, weil der Wert auf Grund der Materialbeschaffenheit sowieso niedriger ist. Der Wert liegt auf Grund des hohen Raumgewichtes und geringen Dicke bei ca. 0,10 K/W. Die Risiken der vollflächigen Verklebung sind knarrende oder knisternde Stellen durch Kleberstegabbrüche sowie Stirnfugenbildung und Längsfugenbildung, die entstehen können, weil nicht die Gesamtfläche quellen und schwinden kann, sondern jedes einzelne Element Spannungen abbauen muss. Schwimmend verlegte Flächen können, unabhängig von der Heizestrichkonstruktion, quellen und schwinden, so dass gerade bei dieser Art der Verlegung das Risiko einer Fugenbildung und Verformung minimiert ist. Hinzu kommt, dass bei der schwimmend verlegten Version mit der Kährs -Dämmunterlage eine integrierte Dampfbremse den Holzfußboden vor Feuchtigkeitsschäden schützt. Bei vollflächig verklebten Gewerken hingegen ist der Belag immer Diffusionsfeuchten ausgesetzt, sofern keine Dampfbremse im Unterboden eingebaut ist. Auch wenn sorgfältigst mit CM-Messungen die Trockenheit des Estrichs protokolliert wurde, und auch wenn die Belegreifheizmaßnahmen nicht nur protokolliert, sondern auch tatsächlich durchgeführt wurden, sind Diffusionsprozesse im Heizungsbetrieb immer noch möglich. Nach der Verlegung des Parketts auf dem Heizestrich wird während der Heizperiode die Haushaltsfeuchtigkeit des Estrichs abgesenkt. In den nachfolgenden Sommermonaten erhöht sich der Haushaltsfeuchtigkeitswert wieder auf sein Normalniveau. In der nächsten Heizperiode wird er wieder abgesenkt. Jeweils mit Beginn der Heizperiode wird also Feuchtigkeit aus dem Deckengewerk über das Parkett in den Raum transportiert. Wenn darüber hinaus noch die vorgeschriebene Dampfbremse zwischen Betondecke und Heizestrich fehlt, kann in den ersten drei Jahren zusätzliche Feuchtigkeit aus der Betondecke des Neubaues hinzukommen. Wir empfehlen für KÄHRSParquet und Kährs Linnea die schwimmende Verlegung. Wehren ber keine Aufträge ab, wenn Sie vollflächig verkleben wollen. Diese Verlegart ist ohne weiteres auch zugelassen, wenn sie von uns als Fachmann ausgeführt wird. Wir kennen die entsprechenden Prüfpflichten und beherrschen die Verarbeitung eines quellungsarmen besser noch eines quellungsfreien Parkettklebstoffes. |
